Texte
Hier finden Sie alle Texte unserer Nutzer. Wir hoffen, dass Sie Ihnen gefallen, wir sind jedoch nicht für die hier veröffentlichten Meinungen verantwortlich.
Mein Zuhause
Der Balkon meiner Wohnung ist eine echte Müllhalde. Diese Tatsache hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Ich habe wirklich schon alles versucht, aber bin wegen der Schnelligkeit, mit der sich mein Müll anhäuft, auf noch keine zufriedenstellende Lösung gekommen. Mein Balkon ist nicht allzu groß, außerdem ist es eh viel zu kalt um ihn nutzen zu können. Ich hoffe zutiefst, dass bis zum Frühling etwas geschieht, ich weiß nicht, vielleicht ein Einsturz des Balkons, das Gebäude ist nämlich ziemlich alt.
Wir sind zu zweit und ernsthaft verzweifelt. Wir sind an einem toten Punkt angelangt; vielleicht bräuchten wir, um etwas an unserem Zustand zu ändern, eine dritte Person mit einem anderen Konzept für Sauberkeit und Ordnung in einer Wohnung.
Mein Mitbewohner, nennen wir ihn mal Paco, ist kein schlechter Mensch, in letzter Zeit hat er sich jedoch dazu entschieden gegen das Gesetz zu verstoßen. Heute hat er beispielweise vorgeschlagen zu warten, bis es dunkel wird und keiner mehr auf der Straße ist, um unsere geschätzten Mülltüten vom Balkon zu werfen. Er meinte ich solle meine Treffsicherheit mit der unter unserem Balkon stehenden Mülltonne üben.
Ich war natürlich dagegen, da man Müll ja schließlich trennen muss und man Tetra Paks nicht mit Karton und Restmüll nicht mit Glas zusammenschmeißen kann, soweit würde es glatt noch kommen. Man soll mir nämlich nicht nachsagen können, dass die acht Jahre in Deutschland nichts bewirkt hätten. Dort kann man bestraft werden, wenn man den Müll nicht trennt.
Mit Sicherheit fragen Sie sich jetzt, wie sich die Situation in unserer Wohnung so zuspitzen konnte. Alles begann an dem Tag als ich mich dafür entschied in einer Schule in Aranjuez Übersetzung zu studieren, an dem Tag als ich Paco kennenlernte, an dem Tag als ich beschloss eine WG zu gründen, ach was macht das schon ... Es geht jetzt nämlich darum, dass Müll weder von alleine entsteht, noch eigenständig verschwindet, so wie es bei uns der Fall ist.
Ich weiß nicht, vielleicht sollten wir uns nochmal zusammensetzen, unter Umständen hat Paco ja seine Meinung geändert und die harte Realität eingesehen, dass er als Mitbewohner abgesehen vom Abspülen, Kehren, Kochen und anderen Hausarbeiten auch den Müll hinuntertragen muss.
Es gibt ein Konzept, das uns möglicherweise zu der Lösung unseres Problems führen könnte: Fastfood. So wie es aussieht, sind wir nicht die Einzigen mit diesem Problem, die Amerikaner haben schon vor geraumer Zeit diese Lösung für sich entdeckt. Wenn du deinen Feind nicht besiegen kannst, dann werde zu seinem Freund. Wie sollte man das Problem besser lösen? Müll entsteht weder von alleine noch verschwindet er eigenständig, er verändert sich jedoch!
Diese Seite entsteht in Zusammenarbeit mit der Übersetzungsagentur Mondo Services.
Wenn auch Sie hier Ihre Texte veröffentlichen möchten, dann kontaktieren Sie uns über Mondo Services.